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Freiburger Stadtkurier: Wahlkampf nimmt Fahrt auf

Fünf Herausforderer: Jetzt stehen die Oberbürgermeister-Kandidaten fest

Jetzt steht es fest: Fünf Konkurrenten forden Amtsinhaber Dieter Salomon heraus, wenn am 22. April der neue Oberbürgermeister oder die neue Oberbürgermeisterin in Freiburg gewählt wird. Monika Stein, Manfred Kröber, Martin Horn, Dieter Salomon, Anton Behringer, Stephan Wermter: In dieser Reihenfolge werden die Namen auf dem Stimmzettel stehen. Dies hat der Gemeindewahlausschuss in seiner Sitzung am gestrigen Mittwochnachmittag festgelegt.

Dieter Salomon strebt nach 16 Jahren seine dritte Amtszeit an. Wer sind die Herausforderer? Werkrealschullehrerin und JPG-Stadträtin Monika Stein wird von einem linken Bündnis unterstützt. Sie wurde 2004 in den Gemeinderat gewählt, damals für die Grünen, von denen sie sich abspaltete. Manfred Kröber ist Lehrer, derzeit ohne Anstellung. Seit 1998 ist er Grünen-Mitglied, tritt aber als unabhängiger Kandidat an. Martin Horn wird von der SPD unterstützt, tritt als überparteilicher Kandidat an. Für den Wahlkampf zog er nach Freiburg, arbeitet bislang als Europakoordinator in Sindelfingen. Diplom-Volkswirt Anton Behringer ist parteilos. Wie Manfred Kröber und Martin Horn stellte er sich beim Verein Freiburg Lebenswert vor. Dieser möchte noch keine Wahlempfehlung aussprechen, sieht aber „sehr viele Überschneidungen“. Ebenfalls parteilos, aber eher dem rechten Lager zugeordnet, ist Unternehmer Stephan Wermter.

Langsam nimmt der Wahlkampf an Fahrt auf: Ein erster Aufreger war Salomons Absage am Kandidat-O-Maten. Wer sich dennoch ein Bild machen möchte. Ein Blick auf die Homepages der Kandidaten lohnt sich. Die meisten haben inzwischen ihre Antworten online gestellt.

Ein direktes Aufeinandertreffen gab es am Montagabend im gut besuchten Bürgerhaus Zähringen. Bei der Veranstaltung der Bürgervereine diskutierten Dieter Salomon, Martin Horn, Manfred Kröber und Anton Behringer. Auf Einladung der Kulturliste stellten sich die OB-Kandidaten Dieter Salomon, Monika Stein und Martin Horn vergangenen Mittwoch der Aufgabe „Kulturstadt im Blick — OB-Kandidat/innen fotografieren Freiburg und reden darüber“.

Eine kleine Auswahl weiterer Termine: Der Artik e.V. bittet am 10. April um 19 Uhr zum „Kandidaten- Grillen“. Die offizielle Vorstellung der Kandidierenden folgt am 12. April um 19 Uhr im Konzerthaus. Auf die „heiße Kautsch“ geht es am 16. April um 20 Uhr im Mehrgenerationenhaus EBW und am 17. April lädt die LpB um 20 Uhr zu „Zimmer frei! Das Wahlcasting zur OB-Wahl“ in den Uni-Hörsaal 1010. Die Rotteck-Talkreihe „nachgefragt“ widmet sich am 20. April ebenfalls der OB-Wahl.

Am Montagabend endete die Bewerberfrist. 250 Unterstützerunterschriften waren nötig für eine Kandidatur. Mit sechs Kandidaten ist die Auswahl ist so groß wie seit der OB-Wahl vor 36 Jahren nicht mehr. Und es gehen doppelt so viele ins Rennen wie bei der letzten Wahl vor acht Jahren. Damals setzte sich Amtsinhaber Dieter Salomon bereits im ersten Wahlgang gegen Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) und Sozialarbeitswissenschaftler Günter Rausch durch. Bei Salomons erster Wahl 2002 waren es vier Bewerber. Den zweiten Wahlgang gewann Salomon gegen Gudrun Heute-Bluhm (CDU).

Ob dieses Mal ein zweiter Wahlgang nötig ist? Falls bei der Wahl am 22. April keine Bewerberin oder kein Bewerber die absolute Mehrheit erhält, wird am 6. Mai ein zweiter Wahlgang durchgeführt. Dabei ist dann gewählt, wer die einfache Mehrheit der Stimmen erhält.

Das städtische Wahlamt hat per Post bereits die Benachrichtigungen an die rund 172.000 wahlberechtigten Freiburger verschickt. Erstmals dürfen junge Freiburgerinnen und Freiburger ab 16 wählen. Nachdem die Kandidierenden jetzt feststehen, werden die Stimmzettel gedruckt und versandfertig gemacht. Wer also per Briefwahl beantragt hat, wird den Stimmzettel erst nach Ostern bekommen.

Quelle: https://www.stadtkurier.de