Stephan Wermter zu Einzelhandel und Wirtschaftsförderung

Natürlich ist gewerblicher „Leerstand“ schlecht für unsere Freiburger Innenstadt. Nur, wer kann denn die Mieten, die aufgerufen werden noch bezahlen? Der normale familiengeführte Betrieb ist dazu praktisch nicht mehr in der Lage. Die Geschäfte verkommen immer mehr zu „Probierstuben“, d.h., es wird die passende Grösse ermittelt oder das Produkt begutachtet und dann im Internet für ein paar Kröten günstiger bestellt. Das ist die eine Seite. Die andere Seite könnte sein, dass mit der Abschreibung aus Leerstand steuertechnisch mehr erreicht wird, als mit einer zu versteuernden Miete, die eben für den normalen Freiburger Einzelhandel erträglich wäre. Ketten bzw. große Filialisten zieht es immer in die 1a Lage der Citys und da spielt Geld keine Rolle, weil auch diese einen Großteil des Umsatzes über das Internet generieren. Im Fazit bedeutet das: Freiburgs Einzelhandel braucht eine Wirtschaftsförderung, die den Namen auch verdient!

Quelle: https://www.facebook.com/freiburgwirdwiederlebenswert/posts/201768563740987